
Herstellung von 250-Watt-Keramikheizern, die in einer Bäckerei tatsächlich funktionieren
Wenn man täglich 10 Stunden lang einen Bäckerofen betreibt, kennt man die Herausforderungen. Man muss ständig daran arbeiten, dass die Kruste der Backwaren gleichmäßig wird – und die Heizelemente werden dabei stark belastet. Meistens geben die Heizelemente nach, weil sie die ständigen Ausdehnungs- und Zusammenziehungsvorgänge nicht verkraften können.
Deshalb haben wir unsere 250-Watt-Keramikinfrarotlampen entwickelt. Wir wollten etwas, das nicht sofort kaputtgeht, wenn es hektisch wird.
Warum Keramik?
250 Watt ist eine ideale Leistungsklasse. Dadurch erhält man genügend Wärme, um tief in den Teig vorzudringen, ohne die Oberfläche zu verbrennen. Wir umhüllen den Heizfaden mit hochreinem Aluminiumoxid-Keramikmaterial. Das dient nicht nur als Schutz, sondern verwandelt auch die Wärme in Infrarotstrahlung. Der eigentliche Vorteil ist die Stabilität: Wenn man die Ofentür öffnet und kalte Luft in den Ofen strömt, reagieren diese Heizelemente nicht übermäßig. Im Gegensatz zu herkömmlichen Quarztuben bleiben sie konstant stabil.
Können diese Heizelemente wirklich mit den teuren Markenprodukten konkurrieren?
Mir wird oft die Frage gestellt: „Können solche günstigen Heizelemente wirklich so lange halten wie die teuren Markenprodukte?“
Es kommt auf das Metall sowie die Dichtung an. Wir verwenden ein Kanthal-alles, das bei hohen Temperaturen nicht zerfällt. Doch das Geheimnis liegt in der Dichtung: Wenn an der Stelle, wo die Drähte mit der Keramik verbunden sind, auch nur ein wenig Feuchtigkeit eindringt, dringt Sauerstoff ein. Dann ist der Heizfaden bereits nach wenigen Wochen kaputt. Wir versiegeln die Heizelemente vakuumisoliert, damit sie tausende von Stunden lang funktionieren können.
Der Kompromiss
Diese Heizelemente sind zwar großartig – doch es gibt einen Nachteil. Da Keramik schwerer und dichter als Quarz ist, braucht sie etwas länger, um warm zu werden. Es entsteht also keine sofortige Wärmeentwicklung. Man muss die Einstellungen des PID-Reglers anpassen, um diesen Zeitverzug auszugleichen. Andernfalls kann die Temperatur in den ersten Minuten des Backvorgangs etwas sinken. Doch sobald die Heizelemente richtig heiß sind, bleiben sie es auch. Und genau diese Zuverlässigkeit ist entscheidend, wenn man Kunden hat, die auf frisches Brot warten.